All about the house

Orang Utang in restored landscape in the Philipines.

Während die Weltbevölkerung sich in einem ständigen Wachstumsprozess befindet, nehmen unsere natürlichen Lebensgrundlagen durch Klimawandel, Bodendegradation, Verlust an Biodiversität, schlechtes Management und bewusste Ausbeutung ab.

Frühere Generationen machten sich über den dadurch verursachten immensen Verlust nicht allzu große Sorgen. Jetzt jedoch rückt diese Tatsache zunehmend in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung: Durch globale Mechanismen wie Klimawandel, globalen Handel und Migration sind wir alle betroffen. 

Wir sind überzeugt, dass (neben dem Schutz bestehender funktionierender Ökosysteme) die ökologische Verbesserung von degradierten Naturräumen bspw. durch Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit, ökologisch wertvolle Aufforstung geeigneter Flächen, Integration von Bäumen in Agrarlandschaften im Sinne eines ganzheitlichen Landschafts-Managments langfristig den effektivsten und nachhaltigsten Ansatz darstellt, um Biodiversität zu schützen und um der CO2-Anreicherung der Atmosphäre sowie der Bodendegradation entgegenzuwirken.

Sollen solche Ansätze sozial fair sein, müssen dadurch gleichzeitig Perspektiven im Hinblick auf die Existenzsicherung für die lokale Bevölkerung entstehen. Unsere Vision sind Naturräume, die den in ihnen lebenden Menschen gute Lebens- und Einkommensbedingungen bieten und gleichzeitig ökologisch möglichst wertvoll sind.

Wir wenden uns an alle diejenigen, die unsere Betroffenheit über die fortschreitende Vernichtung unserer Lebensgrundlagen teilen, um Ideen und Ressourcen zu vereinen und gemeinsam Projekte zur Umkehr dieser Entwicklung zu fördern, zu planen und umzusetzen. Konkret möchten wir degradiertes Land durch Rehabilitierung, agroforstwirtschaftliche Nutzung oder durch Aufforstung wiederherstellen. Unser Fokus sind insbesondere ländliche Gebiete in Entwicklungs- und Schwellenländern. Für die Projekte streben wir nicht eine Rollenaufteilung in Anbieter und Empfänger von Hilfeleistungen an, sondern eine gemeinschaftliche Arbeit auf Augenhöhe. 

young people planting seedlings in Ethiopia.

Let's Plant hat zum Ziel, die Restauration degradierter Flächen und den Aufbau neuer, nachhaltiger (Agrar-) Ökosysteme durch ganzheitliches Landschafts-Management zu unterstützen.

Zur Erreichung dieses Ziels soll(en)

  • das Bewusstsein gefördert werden, dass fortschreitende Degradation von Ökosystemen nicht allein die Menschen der jeweiligen Region, sondern in der globalisierten Welt durch die Verflechtung der Weltmärkte und durch Migration auch andere Länder inkl. Deutschland betrifft.
  • Kontakte zu Organisationen und Projekten mit ähnlicher Zielsetzung/dem Einsatz ähnlicher Technologien hergestellt werden, und es soll ein Netzwerk von engagierten Personen und Organisationen aufgebaut werden.
  • Konzepte zu nachhaltigen Ansätzen der Restauration und des Aufbaus neuer Ökosysteme weiter entwickelt werden (z.B. nachhaltige Gewinnung von Bewässerungswasser, Aufforstung, Weidemanagement, Flächennutzungsplanung).
  • Projekte in den Zielregionen gefördert und durchgeführt werden.
Let's Plant team

Teil der Let's Plant-Philosophie ist es, gemeinsam zu diskutieren, Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen. Lösungsansätze und Entscheidungen werden nicht nur im Vorstand diskutiert oder getroffen, sondern die Vereinsmitglieder werden soweit wie möglich in diese Prozesse eingebunden.

Marco Hoedtke


Dr. Marco Hödtke ist Gründungsmitglied und Vorsitzender von Let's Plant e.V. In den Neunzigerjahren war er im Rahmen seiner Pro­motion an einem Projekt im Kontext der klein­bäuerlichen Landwirtschaft in Brasilien beteiligt. Nach einer beruflichen Neu­orientierung arbeitet er seit 2001 als IT-Experte und bringt langjährige Erfahrung in Software­entwicklung und Service­ma­nage­ment mit. Als Vorstands­vorsitzender ist er an der Verwaltung und Leitung sowohl des Vereins als auch unseres Projektes in Äthiopien beteiligt.
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Dominik Suri


Dominik Suri ist Gründungsmitglied und stellvertret­ender Vorsitzender von Let's Plant e.V. Er hat seinen M.Sc. Abschluss in Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn gemacht und promoviert nun am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwerpunkte sind Umwelt- und Entwicklungs­ökonomie. Für Let's Plant e.V. übernimmt er administrative und organi­satorische Aufgaben. Er ist verantwortlich für Marketing und die Social Media-Präsenz. Ebenso ist er am Management unseres Projekts in Äthiopien beteiligt.
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Bernd Müller

Bernd Müller ist Gründungsmitglied und der Schatzmeister von Let's Plant e.V. Er ist Diplom-Finanzwirt und war bis zu seinem Ruhestand im öffentlichen Sektor einer Finanzbehörde tätig. Aus seiner über 30-jährigen Karriere bringt er große Expertise aus dem Finazsektor mit und ist außerdem ein passionierter Hobbygärtner. Er ist für die Buchaltung von Let's Plant e.V. verantwortlich und am Projektmanagement unseres Projekts in Äthiopien beteiligt.

 

Nayara Atella Hödtke

Nayara Atella Hödtke ist Gründungsmitglied von Let's Plant e.V. und ist als Schriftführerin im Vorstand tätig. Sie hat ihren Bachelor of Science in Biologie an der Universität Bonn abgeschlossen und studiert nun im Master "Naturschutz und Landschaftsökologie" an selbiger Universität. Gemeinsam mit einem Kommilitonen hat sie das Meckenheimer Insektenwiesenprojekt Meckenheim blüht auf gestartet. Hierbei werden brachliegende städtische Flächen mit Wildblumen bepflanzt und dadurch sowohl ökologisch als auch ästhetisch aufgewertet werden. Bei Let's Plant e.V. möchte Sie bewirken, dass auch die Biodiversität bei der Restauration degradierter Flächen als Ziel Beachtung findet.

 

Dr. Girma Kelboro


Dr. Girma Kelboro Mensuro ist Mitglied und Beisitzer von Let's Plant e.V. Er ist promovierter Agrarwissenschaftler. Sein wissenschaftliches Fachgebiet ist die Agrarsoziologie. Er ist spezialisiert auf die Schnittstelle zwischen der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, dem Umweltschutz und der sozioökonomischen Entwicklung. Seine Forschungsinteressen sind Governance in Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung, Institutionen, Innovation und Wissen in den Bereichen Biodiversitätsschutz, Landwirtschaft, Lebensgrundlagen und Nachhaltigkeit.
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Dr. Michael Brüntrup

Dr. Michael Brüntrup ist Gründungsmitglied und Beisitzer von Let's Plant e.V. Er studierte Agrarwissenschaften an der Technischen Universität München / Weihenstephan und promovierte an der Universität Stuttgart-Hohenheim. Nach mehreren Jahren als freiberuflicher entwicklungspolitischer Experte arbeitet er seit 2003 am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (GDI) zu Fragen der landwirtschaftlichen Entwicklung, Ernährungssicherung und ländlichen Entwicklung. Seit einigen Jahren befasst er sich auch mit Dürre- und Landverödungspolitik, auch im Rahmen der UNCCD. Der geografische Schwerpunkt liegt in Subsahara-Afrika.
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Alicia Fert


Alicia Fert ist Mitglied bei Let’s plant e.V. Sie ist Diplom-Politologin und arbeitet in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Nach ihrem langjährigen Engagement in anderen NGOs bringt sie ihre Expertise in Fundraising und Organisationsentwicklung ein. Sie engagiert sich für Umwelt- und Naturschutz und engagiert sich vor allem in ihrem Hobbygarten für den Erhalt der Biodiversität.
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Dr. Christine Natt

Dr. Christine Natt ist Gründungsmitglied von Let's Plant e.V. Als promivierte Agrarwissenschaftlerin ist sie seit 1992 in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und ihren Vorgängerorganisationen tätig. Sie verantwortete unter anderem die erfolgreiche Umsetzung des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Sie leitet seit 2013 die Abteilung Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit.

 

Apastoralist with cattle below acacia.

Der Vorläufer des Vereins war zunächst als Initiative "Let's Plant" vor dem Hintergrund der Frage nach der ethischen Vertretbarkeit des Anbaus von Biokraftstoffen auf bestehenden oder durch Rodung erschlossenen Ackerflächen entstanden. Das Ziel war, degradierte Flächen zu rekultivieren und zur Erzeugung von Biotreibstoffen zu nutzen. Auf diese Weise sollten soziale Probleme entschärft werden, die durch die Nutzungsänderung von für die Nahrungsmittelerzeugung benötigten Flächen entstünden und die zu diesem Zeitpunkt aufgrund der politischen Förderung von Biotreibstoffen verstärkt diskutiert wurden.

Im Zuge der konzeptionellen Entwicklung und des Aufbaus der ersten Website ab 2015 wurde dieser ursprüngliche Ansatz erweitert und die allgemeinere Zielsetzung der Restauration degradierter Flächen rückte in den Fokus der Initiative. Dabei dienten andere Initiativen wie insbesondere die Great Green Wall Initiative als Orientierung.

Die ersten Kontakte der späteren Gründungsmitglieder des Vereins fanden im Rahmen der durch das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn durchgeführten Veranstaltungsreihe "Drought Resilience in Sub-Sahran Africa" im Frühjar 2017 statt.  Am 10. Juli 2018 wurde der Verein durch sieben Personen unterschiedlicher Interessen und beruflicher Kontexte gegründet. Let's Plant ist seit dem  02.08.2018 als gemeinnütziger Verein anerkannt und wurde am 14. Dezember desselben Jahres in das Vereinsregister des Bonner Amtsgerichtes eingetragen.

Nach der Gründung des gemeinnützigen Vereins stand das Jahr 2019 im Zeichen der Bewältigung administrativer Aufgaben, um die Gründung von Let's Plant erfolgreich abzuschließen. Nichtsdestotrotz wurden Projektideen diskutiert und Let's Plant veranstaltete zusammen mit dem GDI die Filmvorführung zum Thema "Let's Plant Forests for the Future" im Rahmen des "Welttages zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre". 

Im Rahmen des digitalen Tropentags 2020 hat Let's Plant einen Fotowettbewerb ausgerichtet. Thema des Wettbewerbs war im Einklang mit der inhaltlichen Ausrichtung des Tropentags "degradiertes Land im Sinne eines ganzheitlichen Landschafts-Managements aufzuwerten / zu verbessern". Weiterhin wurde im Jahr 2020 eine Projektidee konkretisiert: Let's Plant Addis. 10.000 Samen verschiedener lokaler Baumarten wurden in einer selbstgebauten Baumschule auf dem Gelände unserer Partnerschule sowie in einer Baumschule unseres anderen Partners, des äthiopischen Forstforschungsinstituts, angepflanzt.

Im Jahr 2021 veranstaltete Let's Plant im Rahmen des Tropentags erneut einen Fotowettbewerb aber auch ein Diskussionsforum zum Thema "Nord-Süd-Schulforst-Projekte" mit Podiumsgästen aus verschiedenen NGOs, Initiativen und Schulen. Das Forum fand am Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre statt. Darüber hinaus hat sich das Projekt Let's Plant Addis großartig entwickelt: Die 10.000 Setzlinge der lokalen Baumarten wurden auf einer degradierten Fläche in Bishoftu ausgepflanzt. Die Auspflanzung erfolgte in zwei Wellen. Während der zweiten Welle besuchte der Vorsitzende von Let's Plant den Projektstandort, traf sich mit derzeitigen und möglichen künftigen Partnern und half bei der Auspflanzung der restlichen Setzlinge. Seitdem wachsen die Setzlinge und Einheimische helfen bei der Bewässerung.